IKEA benutzte eine CGI-'Influencerin' als Model für seine neue Werbekampagne

Bei IKEA ist der Übergang von der Fotografie zur reinen CGI-Werbung fast abgeschlossen. Nachdem IKEA Japan bereits vor vielen Jahren den größten Teil seiner Katalog-"Fotografie" auf CGI umgestellt hat, geht die neueste Werbekampagne von IKEA Japan mit einem CGI-Modell einen Schritt weiter. Die Kampagne zeigt insbesondere das CGI Instagram 'Influencer' Imma.

Es mag ein bisschen wie Black Mirror klingen, aber es ist wahr: IKEA Japans jüngste Werbekampagne mit dem Titel IKEA mit Imma zeigt ein falsches CGI-Model, das drei Tage lang in einer kleinen, von IKEA dekorierten Wohnung "lebte" und Bilder ihres "Lebens" in dieser Wohnung auf Instagram veröffentlichte.

Ihr "Wohnzimmer" wurde auf einem LED-Bildschirm im Schaufenster des neuen Harajuku-Einkaufszentrums in Tokio gezeigt, wo Passanten Imma bei ihrem IKEA-getränkten Leben beobachten konnten. Abgesehen von gelegentlichen Ausflügen verbrachte sie drei volle Tage in dieser Wohnung: kochen, putzen, Sport treiben, mit ihrem Hund Einstein spielen und die ganze Zeit Instagram-Fotos aufnehmen und veröffentlichen.

Unten können Sie sehen, wie es ausgegangen ist, oder hier einen Livestream von 10 Stunden sehen.

 

Und hier ist ein Blick in Immas "Zimmer" bei IKEA in Tokio:

Im Gegensatz zu einigen der Agenturen und Projekte, die Porträts von gefälschten Personen für Werbekampagnen und andere Zwecke erstellen, ist Imma irgendwie... halb echt. Laut My Modern Met entstehen ihre Fotos, indem sie ihren 3D-animierten Kopf auf einen lebendigen Körper und Hintergrund transponiert.

Die IKEA-Kampagne wurde wahrscheinlich auf ähnliche Weise erstellt: Eine reale Person mit Immas 3D-Kopf, der darauf transponiert wurde, musste tatsächlich drei Tage lang in einem Zimmer leben und all diese Bilder machen; ihr Leben wurde dann auf einem LCD-Bildschirm nachgespielt, und die Bilder wurden veröffentlicht, während sie in der virtuellen Welt "aufgenommen" wurden.

Zu wissen, dass es sich um eine halbreale Person handelt, mag ein wenig von der "Magie" der Sache ablenken, aber es stellt für IKEA dennoch einen merkwürdigen "nächsten Schritt" dar, der weiter von echter Fotografie und Videografie entfernt ist. Im Jahr 2014 benutzten sie bereits CGI-"Fotos" von Möbeln; im Jahr 2020 brauchen sie nicht einmal mehr echte Menschen.


Älterer Post Neuerer Post